Chevron Aktie: Streit verzögert Milliarden-Übernahme

von Boersia.de

HOUSTON – Eine Verzögerung im Schiedsverfahren gefährdet den geplanten 53-Milliarden-Dollar-Verkauf der Energiegesellschaft an Chevron. Drei Monate nach Einreichung des Falls fehlt immer noch der dritte und letzte Schiedsrichter. Diese Verzögerung lässt die Aktien von Chevron unter Druck geraten, mit einem Rückgang von 7,8% seit Bekanntgabe des Deals. Der Streit dreht sich darum, ob eine andere führende Ölfirma ein Vorkaufsrecht über operative Anteile in Guyana besitzt.

Die Schlichtung nimmt ihren Gang, eine Entscheidung wird bis Ende 2024 erwartet. Allerdings erstreckt sich der Zeitrahmen für internationale Schiedsentscheidungen oft deutlich. Die Anteilseigner haben sich mit knapper Mehrheit für den Kauf ausgesprochen, während eine Prüfung der Wettbewerbsbehörden noch aussteht. Mit dem Abschluss würde Chevron 30% Anteil an einem Konsortium erhalten, das in Guyana Ölvorräte von mindestens 11 Milliarden Barrel erschlossen hat.

Chevron plant langfristige Investitionen

Trotz der aktuellen Hürden im Schiedsverfahren hat Chevron gemeinsam mit einer staatlichen venezolanischen Erdölgesellschaft eine Verlängerung für ein bedeutendes Joint Venture beantragt. Diese langfristige Strategie zielt auf eine erhöhte Erdölproduktion und deutet auf umfangreiche geplante Investitionen und technologische Entwicklungen hin, um die Produktionskapazitäten zu verstärken. Chevron bleibt daher ein potenziell unterbewerteter Wert, trotz der derzeitigen Unsicherheiten und Regularien, die im Rahmen strategischer Partnerschaften und operativer Kontinuität verhandelt werden.

Weitere Artikel